Das FnA-Netzwerk

FnA ist ein Kooperationsprojekt mit dem Ziel, eine Hard- und Softwareplattform für Fahrzeuge gemeinschaftlich zu gestalten, die eine Nutzung neuer Dienste und Anwendungen in Fahrzeugen unter Berücksichtigung größtmöglicher Sicherheitsstandards  ermöglicht.

Das Potenzial für IT-basierte Funktionen im Fahrzeug wird sich in den nächsten Jahren dramatisch ausweiten, neben Infotainmentfunktionen, die es heute in Ansätzen bereits gibt, wird es eine Reihe markttechnisch interessanter Applikationen geben, die auf Zustandsgrößen des Fahrzeuges (bspw. Ortsposition, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Beladungszustand, etc.) zugreifen. Beispiele hierfür sind ein integriertes Auftragsmanagement inkl. Verkehrs- und Energie-optimiertem Fahrroutenplaner, elektronisches Fahrtenbuch, Pay-as-you-drive-Applikation, Funktionen für Flottenbetreiber (Fahrzeugzustandserkennung, Zugangsöffnung,…), Sensierung von Vandalismus und Diebstahl, Funktionen zur Optimierung des Insassenschutzes sowie Fahrzeugdiagnose-, Service- und Updatefunktionen u.v.m.

Neben der technischen Verfügbarkeit der Systeme stellen die Informationssicherheit sowie die informationelle Selbstbestimmtheit kritische Engpassfaktoren dar. Bisher gibt es auf diesem Gebiet keine zufriedenstellende technische Lösung am Markt. Die gegenwärtige Situation bietet Berliner KMU aus dem Bereich IT- und Applikationsentwicklung die Möglichkeit, auf diesem Gebiet Lösungen anzubieten.

Die „Plattform für den sicheren Betrieb fahrzeugnaher Applikationen - FnA“ stellt die technische Basis für Dienste dar, die aufgrund ihrer datentechnischen Vernetzung mit dem Fahrzeug ausfall-, manipulations- und informationssicher sein müssen. Sie ermöglicht den Zugriff auf Fahrzeuginformationen und Softwareprodukte Dritter. Die Anwendungen greifen auf eine externe IT-Infrastruktur („Cloud“) zu. Über eine Schnittstelle zu mobilen Endgeräten können die Daten visualisiert und Steuerungsfunktionen ausgeübt werden.

Die Nutzungs- und Innovationszyklen von Fahrzeugelektronik (typische Lebensdauer 12 Jahre) und informationstechnischen Lösungen (typische Lebensdauer 3 Jahre) driften weiter auseinander. Mit einer FnA-Databox als After-Sales-Produkt lässt sich der nutzerzugewandte Teil der Informationstechnik von bspw. Leasing-Rückläufern erneuern und den Gebrauchswert des Fahrzeugs wieder erheblich steigern.

In der Entwicklung wurden die hohen Anforderungen an die Sicherheit der Hard- und Software und den zugehörigen Informationsprozessen berücksichtigt. Ergänzt wird die Funktions- und Ausfallsicherheit um die Sicherheit gegen Missbrauch und Manipulation. Alle Instanzen der Datenkette müssen sicher authentifiziert in kontrollierten Informationsflüssen interagieren. Ein mehrstufiges Rechtemanagement gibt unterschiedliche Zugriffe auf Funktionen frei und separiert die einzelnen Applikationen voneinander.

Die FnA-Databox wird ergänzt um Portal-Services, zu denen der „App-Store“, die Business-Integration sowie das Entwickler-Backend für Drittentwickler gehört. Nachdem neuentwickelte Apps den Zertifizierungsprozess bestanden haben, stehen sie den Nutzern im „App-Store“ zur Verfügung. Bei Bestellung werden sie über einen Mobile-Device-Manager in die FnA-Databox als lauffähige Anwendungen geladen.

Hierzu werden originäre Fahrzeugfunktionen mit Softwareprodukten von Drittherstellern gekoppelt. Über eine Schnittstelle zu mobilen Endgeräten können Daten visualisiert und Dienste auf der Plattform gesteuert werden. Mögliche Einsatzzwecke reichen von mobilen Auftragsdiensten über zukünftige, personenbezogene Versicherungsmodelle bis zu Connected Car Anwendungen für vernetzte Mobilitätsangebote. In allen Fällen wird über eine mehrschichtige Berechtigungsstruktur sicher gestellt, dass der Zugang zu allen Daten, insbesondere aber zu personenbezogenen Daten, nur den hierzu Berechtigten möglich ist.  Neue Anwendungen sollen später über eine Art App Store abrufbar sein.

Eine „Plattform für den sicheren Betrieb fahrzeugnaher Applikationen“ stellt die technische Basis für Dienste und Entwicklungsschwerpunkte dar, die aufgrund ihrer Einbeziehung in das Fahrzeug und ihrer Natur nach ausfallsicher, manipulationssicher und informationssicher sein sollten.Die Anwendungen greifen dazu auf die Cloud zu, um Daten zu erhalten oder auszusenden. Über eine Schnittstelle zu mobilen Endgeräten können die Daten ggf. visualisiert und Steuerungsfunktionen ausgeübt werden.

Damit werden vielfältige Möglichkeiten für die Nutzung von Applikationen und Diensten eröffnet und die idealerweise für eine stärkere Entkopplung der Nutzungs- und Innovationszyklen von Fahrzeugelektronik und typischen informationstechnischen Lösungen sorgen.

Der technologische Schwerpunkt der Entwicklung einer solchen Plattform liegt in den hohen Anforderungen an die Sicherheit der Hard- und Software und der zugehörigen Prozesse. Dazu gehören neben einer hohen Sicherheit gegen Missbrauch und Manipulation sowie einer hohen Funktions- und Ausfallsicherheit insbesondere sichere Prozesse zur Identifikation von Nutzer und Fahrzeug.

Zum Konzept der Plattform gehört eine Umgebung, um Apps für die Anwendungen bereitzustellen. Dies Apps sollen nach einem Zertifizierungsprozess über die Plattform nachgeladen werden können, also letztlich als Software auf der Databox im Fahrzeug und im Zusammenspiel mit den Cloud-Funktionalitäten implementiert werden und als lauffähige Anwendungen wirken.

Ein entsprechender App-Store bildet gleichzeitig die technische Basis bzw. die Geschäftsplattform zur Einbindung dritter Applikationsentwickler. Zu den grundsätzlichen Anforderungen gehört auch eine Skalierbarkeit der Plattform etwa in Bezug auf die Rechenperformance und die Datenübertragungsrate, aber auch die erforderlichen Sicherheitslevel, die sich von Anwendung zu Anwendung stark unterscheiden können.

Mögliche Einsatzzwecke reichen von mobilen Auftragsdiensten über zukünftige, personenbezogene Versicherungsmodelle bis zu Connected Car Anwendungen für vernetzte Mobilitätsangebote. In allen Fällen wird über eine mehrschichtige Berechtigungsstruktur sicher gestellt, dass der Zugang zu allen Daten, insbesondere aber zu personenbezogenen Daten, nur den hierzu Berechtigten möglich ist.  Neue Anwendungen sollen später über eine Art App Store abrufbar sein.